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Schlagwörter wie Social Distancing, Quarantäne und Selbstisolation sind in letzter Zeit allgegenwärtig. Wir möchten diese Empfehlungen ernst nehmen, auch wenn sie selbst für die engagiertesten Introvertierten nicht gerade schmackhaft klingen. 😉 Wie können wir jetzt das Beste aus der Situation machen – und trotzdem irgendwie Kontakt halten?

Finde heraus, wie du deine Freunde und Freundinnen auch aus der Ferne aufmuntern kannst, der Gemeinschaft helfen kannst (ohne ein Risiko darzustellen) und – nur allzu vergessen – auf deine eigene mentale Gesundheit Acht gibst. Und all das, während du soziale Distanz bewahrst, denn #wirbleibenzuhause.

In diesem Artikel:

  • Mit Freunden und Freundinnen in Kontakt bleiben
  • Dich für die Gemeinschaft engagieren
  • Auf dich selbst Acht geben
  • Wie sicher ist es, Post zu versenden und zu empfangen?

#Wirbleibenzuhause: Mit Freunden und Freundinnen in Kontakt bleiben

Ein Computer sitz auf eine gelben Couch
Versuche Gruppenanrufe mit deiner Freundesgruppe.

Beste Freunde und Freundinnen sind wie Geschwister – man kriegt sich hin und wieder in die Haare, aber hat sich unglaublich gern. Und das geht auch in der jetzigen Zeit! Hier zeigen wir dir, wie du Kontakt halten kannst.

Auch wenn du nicht bei deinen Liebsten sein kannst, kannst du nämlich immer noch für sie da sein. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird es sich auch ein bisschen anfühlen, als wärt ihr gerade beisammen. Wir haben einige Ideen gefunden, die dir helfen könnten, mit deinen Freunden und Freundinnen Kontakt zu halten, während du soziale Distanz einhältst. 

  • FaceTime Date. Schenk dir ein Glas Wein ein, hol dir eine Tafel Schokolade und triff deine FreundInnen im guten alten Internet. Alle reden zur selben Zeit? Kein Problem. Einfach kurz durchatmen und dann ein bisschen Ordnung reinbringen! Das geht zum Beispiel mit Spielen wie Psych!, die du per App spielen kannst. Dieses Spiel beinhaltet Quizfragen und einen Lügendetektor – perfekt, um auch voneinander entfernt gemeinsam zu lachen. Oder wie wäre es, sich gegenseitig ein wiederentdecktes Talent oder etwas, das ihr in den letzten Tagen gelernt habt, zu zeigen?
  • Schau gemeinsam mit jemandem eine Netflix Serie oder einen Film. Freundschaften sind besonders schön, wenn man auch gemeinsam entspannen kann. Also drück auf den “Anrufen” Knopf, leg dein Handy neben dich, lehn dich beruhigt zurück und schaue “gemeinsam” Netflix, wenn auch aus der Ferne. Besonders einfach ist es mit der “Netflix Party” Erweiterung. Auch das zählt zu Kontakt halten!
  • Hab (digital) Spaß! Vertagge Freunde in Memes, die dich zum Lachen bringen, filme dich beim Quarantäne Leben, empfehle anderen ein Buch und diskutiere es, tausche dich mit deinen Besties über TikTok Challenges aus… Die soziale Distanz fühlt sich viel weniger distanziert an, wenn man weiß, dass andere Personen für dich da sind und dir beistehen. Hier sind 10 Apps, mit denen du deine liebsten Menschen daran erinnern kannst, wie wichtig sie dir sind – und die dir helfen können, in Kontakt zu bleiben (auf Englisch). 

#WirBleibenZuhause: Dich für die Gemeinschaft engagieren

Anderen Menschen zu helfen bedeutet gewissermaßen auch sich selbst zu helfen. Laut Psychologin Elizabeth Midlarsky ist es eine Art und Weise mit der Situation zurechtzukommen und seinem Leben Sinn und Freude zu geben. Wir wissen ja nicht, wie es dir geht, aber wir haben das Gefühl, das ist genau das, was wir jetzt brauchen. Endorphine und so, du weißt schon!
Was du machen kannst, um den Menschen in deinem Umfeld zu helfen…

  • Du hast bestimmt von #wirbleibenzuhause gehört? Und hast du auch von Freunden, Freundinnen oder Familienmitgliedern gehört, die, ähm…., nicht zuhause bleiben? Vermutlich wissen sie nicht, wie wichtig es gerade ist, die Empfehlungen zur sozialen Distanz ernst zu nehmen! Nur so können wir unser momentan einziges Ziel erreichen: #flattenthecurve. Da du ihnen nahe stehst, kannst du sie hier auch positiv beeinflussen. Und weil Taten immer mehr sagen als Worte, könntest du versuchen, ihnen einfach eine dieser Postkarten zu senden, um sie dazu aufzufordern, sich zu beteiligen. Ein weiterer Vorteil? So kannst du auch sehr persönlich mit ihnen Kontakt halten!
  • Biete einer Person in der Risikogruppe deine Hilfe an (oder melde dich per Telefon bei ihnen). Ältere Menschen leben oft alleine oder weit weg von ihren Verwandten. Einsamkeit ist also vorprogrammiert – nicht nur in Zeiten wie diesen. Biete ihnen an, für sie einkaufen zu gehen und lasse die Einkäufe vor ihrer Tür stehen, um das Infektionsrisiko zu vermeiden. Hilf ihnen, Einsamkeit zu vermeiden und biete ihnen an, per Telefon zu quatschen, während sie keinen Besuch von ihrer Familie empfangen können. Auch hier ist es wichtig, Kontakt zu halten und anzubieten. Falls du noch nicht genau weißt wie, lass ihnen einfach eine kleine Notiz mit deinem Angebot an der Tür.
  • Bedanke dich bei den wundervollen Menschen im Gesundheitssystem, den Supermarktmitarbeitern und -mitarbeiterInnen und jeder anderen Person, die noch täglich ihrem Job nachgeht, um die Welt am Laufen zu halten. Bedanke dich beispielsweise persönlich oder aus der Distanz mit einer Dankeskarte. Und falls du selbst eine dieser Personen bist und das gerade liest, dann DANKE. Du verdienst einen Orden! 
  • Vermeide es, falsche Informationen und somit Panik zu verbreiten. Bevor du Neuigkeiten oder Informationen mit deinen Bekannten teilst, schau noch einmal nach, ob du der Quelle vertrauen kannst. Das Bundesministerium für Gesundheit gilt zum Beispiel als vertrauenswürdige Quelle mit tagesaktuellen Informationen. 

Kontakt halten ist nicht alles: Auf dich selbst Acht geben

Eine Frau sitzt auf dem Bett und hört Musik zu
Wichtig ist, sich Zeit zu geben, mit allem zurecht zu kommen!

Besonders wichtig in dieser Zeit ist es auch, auf dich selbst Acht zu geben. Wir alle wissen, dass das der Teil ist, der gerne übersehen wird. Darum wollen wir dich jetzt daran erinnern: Vergiss nicht, auf dich zu schauen!
Egal, wie du mit der Selbst-Isolation und dem Leben in der Pandemie gerade umgehst – ob du Nachbarn aushilfst, zuhause bleibst, ein DIY Projekt planst oder einfach nur viel schläfst – all das ist ok! Mach dir auf jeden Fall bewusst, dass du in dieser Zeit nichts musst und alles darfst. Hier sind ein paar Ideen, wie du auf dich selbst Acht geben kannst:

  • Falls du Mitbewohner oder Mitbewohnerinnen hast, könnt ihr einen Abend der Woche als “Restaurantbesuch” planen. Macht euch schick, als würdet ihr dinieren gehen, kocht euch etwas Leckeres und sucht euch lustige Gesprächsthemen (vorzugsweise Corona-frei). Den Abend könnt ihr mit einem lustigen Brettspiel abschließen.
  • Lasse deiner Kreativität freien Lauf. Du wolltest schon immer dieses eine Buch lesen, einen Blog oder ein Traumbuch starten, etwas malen oder ein DIY Kalendar machen? Eines ist sicher: Es hilft, sich in dieser Zeit auf etwas anderes zu konzentrieren. Also lass deiner Kreativität freien Lauf.
  • Kreiere deine ganz eigene Routine (und nimm dir Zeit, um mit anderen Kontakt zu halten!). Wir sind uns bestimmt alle einig, dass dies eine Zeit ist, in der alles durcheinander ist. Also was spricht dagegen, eine Routine für sich selbst einzuführen, an der man sich sozusagen festhalten kann? Gutes Beispiel: das Anziehen einer Hose. 😉
  • Mach dir dein Home Office so gemütlich wie möglich und stelle sicher, dass du dich wohlfühlst. Vielleicht willst du deinen Arbeitsplatz mit einem dieser Deko Trends aufputzen?
  • Versuche dich an einem Online Workout. ClassPass beispielsweise bietet während dieser Zeit viele verschiedene Workouts an, für die du dein Zuhause nicht verlassen musst. 
  • Bitte um Hilfe, wenn du welche brauchst! Und bleibe in Kontakt mit Menschen, die dir nah stehen. Lass es nicht zu, dass sich Gefühle aufstauen, sondern rede offen mit FreundInnen und Familie darüber, wie es dir geht. Tipps für das Socializen online findest du im ersten Teil des Artikels. 

Eines sollte dir aber auf jeden Fall bewusst sein: Es ist völlig in Ordnung, wenn dich all der Rat und all die Artikel mit Tipps für deine Isolation überfordern. Deine Isolation muss keine kreative Auszeit sein, in der du an deinem besten Ich oder deinem künstlerischen Durchbruch arbeitest, wie es online gerne dargestellt wird. Sie kann ganz einfach auch eine Zeit sein, in der du unkonzentriert und zerstreut bist. Wichtig ist, dass du dir die Zeit gibst, mit allem zurecht zu kommen. Hör auf deinen Körper!

P.S. Wie sicher ist es, Post zu versenden oder zu empfangen?

In diesem Artikel ging es viel um Post und Postkarten als Alternative zu physischem Treffen. Natürlich ist es auch ein toller Weg, zu zeigen, dass du für andere auch aus der Ferne da bist oder um die Gemeinschaft zusammenzuhalten. Aber wie sicher ist es eigentlich, Post zu versenden oder zu empfangen?

Kurz und knapp: Laut Experten ist es sehr unwahrscheinlich, dass man sich über Post mit Covid-19 anstecken kann. Eine Studie des New England Journal of Medicine, die am 17. März 2020 veröffentlicht wurde, besagt, dass der Virus nicht länger als 24 Stunden auf Karton überleben kann und alle lebensfähigen Partikel im Laufe des Tages zerfallen. Zusätzlich ist es eher unwahrscheinlich, dass eine infizierte Person direkt auf deine Post niest oder hustet. Daher ist das Risiko extrem niedrig, sich über die Post mit dem Coronavirus anzustecken. Somit gelten Postkarten als sicherer Weg, Kontakt zu halten.

Falls du dir trotzdem Sorgen machst, kannst du als Vorsorgemaßnahme deine Post mit Desinfektionsmittel abwischen und dann direkt deine Hände waschen.

Die gute Nachricht ist, dass du getrost Postkarten und andere Post versenden und empfangen kannst, während du in deiner Social Distancing Blase verweilen musst. So kannst du in Kontakt bleiben, während du verantwortungsbewusst der Empfehlung #wirbleibenzuhause folgst.

Das war’s erstmal mit unseren Tipps zum Kontakt Halten…

In Kontakt Bleiben? 'You've Got this!' steht auf eine Kreidetafel
Du schaffst das!

Nur eines noch… Bleib gesund, vergiss nicht deine Hände zu deinem Lieblingslied zu waschen (wir empfehlen “I want it that way” von den Backstreet Boys) und denk daran, dass du nicht nur für dich, sondern vor allem für Ältere, Menschen in Risikogruppen und Arbeitende im Gesundheitswesen zuhause bleibst. 

Du schaffst das!