Berlin, das ist die Stadt des Bären, der Paradiesvögel und der Currywurst – und zudem die Heimat von MyPostcardIn unserem geliebten Berlin gibt es jede Menge zu entdecken: Jeden Tag eröffnet irgendwo ein neues Restaurant, unterschiedlichste Kunstausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen… Bei all den Angeboten und Berlin Geheimtipps weiß man oft gar nicht, was man als Erstes machen soll.

Wenn man als Tourist in die deutsche Hauptstadt kommt, dann ist die Auswahl an Orten, die man besucht haben sollte, auch nicht wirklich überschaubar.  Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, Alexanderplatz und Kurfürstendamm wirst du mit Sicherheit in jedem Reiseführer finden.

Wir von MyPostcard haben jedoch eine Mission: Dir Berlin mal von einer anderen Seite zeigen. Egal, ob du hier lebst oder zu Besuch in die spannende Metropole an der Spree kommst, mit unseren 8 Secret Places wirst du Berlin von einer anderen Seite kennenlernen und erleben, versprochen!

Berlin Geheimtipps #1
Selbstmörderfriedhof (Friedhof Grunewald Forst)

Wir haben Oktober und Halloween steht vor der Tür, daher starten wir unsere Liste direkt mit ein wenig Gruselfaktor auf dem Friedhof Grunewald Forst. Alle Halloweenfans finden in unserem Halloween-Artikel übrigens noch ein paar skurrile Fakten zum schaurigsten Tag des Jahres, mit dem sie auf dem Ausflug zu diesem idyllischen Friedhof angeben können.

Wieso der Friedhof Grunewald Forst inoffiziell den schaurigen Namen „Selbstmörderfriedhof“ trägt? Ganz einfach: Die Havel macht unweit des Friedhofs, in der sogenannten Bucht von Schildhorn einen Knick, sodass hier die Leichen all jener, die sich in die Havel stürzten, um ihr Leben zu beenden, an Land gespült wurden. Aber wohin mit den Leichen? Der Freitod galt für die Kirche als Sünde, weshalb Selbstmördern die Beerdigung auf Friedhöfen nicht erlaubt wurde. Die Selbstmörder wurden daher im nahegelegenen Wald verbuddelt. Erst 1920 wurde der sogenannte „Schandacker“ zu einem offiziellen Friedhof gemacht, sodass neben Selbstmördern auch andere Tote hier ihre letzte Ruhe finden konnten.

Laut ist es hier eigentlich nie, im Gegenteil: Der Friedhof ist ein friedlich-idyllischer Ort, auf dem du die Zeit vergessen kannst. Nur manchmal ist es hier etwas unruhig, vor allem am Grab Nummer 82. Denn hier liegt die wohl bekannteste Person des Friedhofs Grunewald Forst: Christa Päffgen, besser bekannt als Nico, die als Velvet-Underground-Sängerin, Topmodel und Muse Andy Warhols in den 60er Jahren zur weltweiten Ikone avancierte.

Vor allem am 16. Oktober und am 18. Juli, ihrem Geburtstag und ihrem Todestag, finden zahlreiche Nico-Fans den Weg zu ihrem Grab, das häufig mit kleinen Fanbriefen, selbstgebastelten Geschenken oder auch Weinflaschen bestückt ist. Ein schaurig-schöner Ort, der fernab des Großstadttrubels einen Ausflug wert ist!  

Adresse: Friedhof Grunewald Forst, Schildhornweg 33, 14193 Berlin.  

Berlin Geheimtipps #2
Wohnungsmuseum Prenzlauer Berg um 1900

Prenzlauer Berg kennen die meisten vor allem wegen dem bekannten Mauerparkflohmarkt, den Latte-Macchiato Mamas und den zahlreichen vegetarisch-veganen Cafés und Restaurants. Aber es gibt in Prenzlauer Berg auch jede Menge Geschichtliches zu entdecken, so zum Beispiel in der Dunckerstraße 77. Hier, unweit des hippen Helmholzplatzes, gibt es in der ersten Etage rechts eine ganz besondere Wohnung: Das Wohnungsmuseum Prenzlauer Berg um 1900.

Dort ist alles noch original so eingerichtet, wie die Menschen im Jahr 1900 in der anderthalb Zimmer Wohnung lebten. Kohleofen, Waschbrett für Kleidung, Bettwärmer und Bade-Bottich inklusive. Damals wuchs die Stadt Berlin rasant: 1875 gab es eine Millionen Einwohner in Berlin, um 1900 schon zwei Millionen. Dies führte dazu, dass die anderthalb
Zimmer Wohnung, die du hier besichtigen kannst nicht – wie heute üblich – von Singles sondern von bis zu 10 (!) Personen bewohnt wurde. Die Besichtigung ist eine gelungene und authentische Reise in ein Berlin einer anderen Zeit, die du definitiv in deinen nächsten Caféausflug nach Prenzlauer Berg einplanen solltest!

Besonders charmant: Die Führungen werden von ehrenamtlichen Rentner/innen gehalten, die sich nebenan im Seniorentreff „Herstlaube“ treffen und allen Interessierten die Wohnung zeigen, um so die Vergangenheit Prenzlauer Bergs vor dem Vergessen zu bewahren.

Adresse: Dunckerstraße 77, 10437 Berlin. Öffnungszeiten: Montag & Dienstag, Donnerstag- Samstag: 11.00. – 16.30.

Berlin Geheimtipps #3
Pfaueninsel Berlin

Weiter geht’s mit jeder Menge Romantik auf der Pfaueninsel Berlin, die dich mit ihrem märchenhaften Wesen in ihren Bann ziehen wird! Diese wunderschöne Insel liegt in Berlin Wannsee und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Ursprünglich trug sie den Namen “Kaninchenwerder”, da König Friedrich Wilhelm I. hier eine Kaninchenzucht betrieb.

Mit seinem Nachfolger König Friedrich Wilhelm II. kamen letztlich Pfauen auf die Insel, die ihr so zu ihrem heutigen Namen verhalfen und frei auf der gesamten Insel umherlaufen.

Aber nicht nur Pfauen, sondern auch jede Menge andere Besonderheiten gibt es auf der Pfaueninsel zu entdecken: Nachdem du mit einer kleinen Fähre auf die Insel gelangt bist, kannst du direkt das Schloss begutachten, dass der Königsfamilie als Sommerwohnsitz diente. Außerdem gibt es auf der Pfaueninsel noch den Luisentempel, das Kavaliershaus, eine Gewächshausanlage und vieles mehr zu entdecken.

Unser Highlight der Pfaueninsel: Die atemberaubend schöne Natur! Die traumhaft gestalteten Wege mitten durch den Rosengarten, der Blick von der Insel auf die Havel und die vielen Pfauen versetzen dich in Handumdrehen in eine andere Zeit zurück und bieten die ideale Kulisse für alle Fotografie-Liebhaber. Mit welchen Apps du das Beste aus deinen Schnappschüssen rausholst, erfährst du in unserem Artikel über die coolsten Foto-Bearbeitungsapps.

 Anfahrt: Ab dem SBahnhof Berlin-Wannsee mit dem Bus 218 zur Anlegestelle bei der Pfaueninsel.

Berlin Geheimtipps #4
Dong Xuan Center

Hinter einer unscheinbaren Einfahrt in der Herzbergstraße in Berlin-Lichtenberg versteckt sich eine wahre Perle: Das Dong Xuan Center, das größte kulturelle und wirtschaftlichen Handelszentrums der Vietnamesen in Deutschland. Hier wird dir die Möglichkeit gegeben, für ein paar Stunden den Flair von Klein-Hanoi zu erleben und diverse vietnamesische Kuriositäten zu erstehen. Besucher können sich hier für 30 Euro tätowieren lassen, günstig Klamotten kaufen oder sich die Nägel machen lassen.

Unser Tipp: die unzähligen Supermärkte, in denen du wahre Schätze der asiatischen Küche findest. So zum Beispiel original asiatische Lebensmittel und Gewürze, die es in keinem anderen Laden der Stadt zu kaufen gibt. Ebenso erhalten Freunde der vietnamesischen Küche in den bisher acht Restaurants authentisch vietnamesische Kost. Unser kulinarisches Must-Try ist schnell gefunden: Man munkelt, es gäbe im Don Xuan Center die beste Pho Berlins… Also zack, hin da und Pho essen!

Möchtest du neben dem vietnamesischen Shopping – und Gaumenerlebnis gerne auch ein bisschen mehr über das Leben der Vietnamesen in Berlin erfahren? Dann legen wir dir auf jeden Fall eine touristische Führung durch das Center ans Herz.

Anfahrt: Mit der Straßenbahn M8 in Richtung Ahrensfelde; Haltestelle: Herzbergstraße/ Industriegebiet.

Berlin Geheimtipps #5
Hansaviertel

Am Tiergarten liegt das südliche Hansaviertel, ein Muss für alle Architekturfans und ein Paradebeispiel für das „Neue Bauen“ nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Hansaviertel, einst mondänes Nobelviertel des Berliner-Westens, lag 1945 in Schutt und Asche.

Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung, kurz Interbau 1957, realisierten national und international gefeierte Größen der Architektenszene ihre Vorstellungen vom modernen Wohnen in West – Berlin. Die hier entstandenen Häuser von Bauhausgrößen wie Oscar Niemeyer, Walter Gropius und Egon Eiermann entstanden als Gegenentwurf zur Stalinallee in Friedrichshain, dem damaligen architektonischen Prestigeprojekt des sozialistischen Ost-Berlins. Etwas am Rande des Hansaviertels befindet sich zudem die Akademie der Künste. Die hier stattfindenden Ausstellungen und Veranstaltungen locken Menschen aus ganz Berlin nach Moabit- genauso wie das beliebte Gripstheater am Hansaplatz.

Mit seinen weltberühmten Bauten der Nachkriegsmoderne lädt das Hansaviertel gerade dazu ein, nach einem Shoppingtrip auf dem nahegelegenen Ku’damm einen kleinen Abstecher hierher zu machen. Pssst.. hier noch ein kleiner Exklusivtip für alle DIY Städteentdecker: Wenn du kein Fan von Führungen bist und das Hansaviertel lieber auf eigene Faust erkunden möchtest, findest du eine Adressliste aller Bauten der internationalen Bauausstellung hier

Anfahrt: Mit der U9 bis Hansaplatz oder S Bahn bis Tiergarten.

Berlin Geheimtipps - Fototipps für das perfekte Stadtfoto

Wer in Berlin unterwegs ist, dem begegnen viele aufregende Ecken, die es wert sind, fotografiert zu werden! Um das Beste aus deinen Bildern herauszuholen, solltest du dir diese 5 Tipps zur Urban Photography anschauen – easy gemacht 🙂

Berlin Geheimtipps #6
Tadshikische Teestube

1974 war die Tadschikische Teestube der Star der Leipziger Messe: Zahlreiche bunte Teppiche und Kissen, prunkvolle und detailgetreu geschnitzte Holzelemente, sowie die landestypischen Samowaren verzauberten im sowjetischen Pavillon sämtliche Besucher. Als Zeichen der deutsch-sowjetischen Freundschaft blieb sie als Geschenk in Berlin, wo sie seither als öffentliche Teestube diente.

Mittlerweile findest du sie im Kunsthof an der Oranienburger Straße. Dort kannst du dich vom Original-Interior in ein Märchen aus 1001 Nacht verführen lassen. Betrittst du die Teestube, so musst du deine Schuhe an der Tür ausziehen und tauchst so direkt in ein Meer aus gemütlichen Sitzkissen und kleinen Holztischen ein, die dich den Großstadttrubel vor den Türen der Teestube in Windeseile vergessen lassen!

Neben köstlichen Proggen oder Pelmeni empfehlen wir vor allem die russische Teezeremonie: Neben kleinen fernöstlichen Köstlichkeiten wird Wodka und typischer Tee gereicht, sodass dem ultimativen Tadshikistan-Erlebnis nichts mehr im Wege steht!

Auch schön: Jeden Montag gibt es ab 19.30. die märchenhafte Teestunde, bei der du wunderbar – zwischen orientalischen Teppichen liegend – zauberhaften Märchen lauschen und leckere Heißgetränke genießen kannst. Ein magischer Ort, der dich zum Träumen einlädt!

Adresse: Tadshikische Teestube, Oranienburger Straße 27, Mitte, Mo bis Fr ab 16 Uhr, Sa und So ab 12 Uhr.

Berlin Geheimtipps #7
Tims Brownies Werksverkauf

Jeder, der im Café zu seinem Heißgetränk einmal einen kleinen Tims Brownie bekommen hat weiß um das Suchtpotential dieser schokoladigen Leckereien: Seit 1994 beliefert Tims die Berliner Gastronomie mit den handgemachten Backwaren, die nach alter kanadischer Tradition in Berlin hergestellt werden.Mittlerweile gibt es die unverwechselbar-leckeren Köstlichkeiten von Tims auch im KaDeWe und im Einzelhandel zu erstehen und die Augen der Naschkatzen in unserem Büro werden immer groß, wenn jemand die kleinen Brownies auf den Tisch stellt.

Doch schlemmt es sich nicht viel besser, wenn du live sehen kannst, wie die Brownies, Cookies und Muffins hergestellt werden?  Du sie noch ofenfrisch und warm probieren kannst? Wenn du wie wir eine Schwäche für frische Backwaren hast, dann solltest du dir den Werksverkauf von Tims Brownies nicht entgehen lassen: Jeden Samstag von 08-15 Uhr öffnet Tims Brownies ihre Werke in Berlin Mariendorf und lädt dazu ein, sich durch die Produktvielfalt zu schlemmen und die Produkte zu Werkspreisen zu kaufen – klingt perfekt für die kalte Jahreszeit, oder nicht?

Adresse: Tim’s Brownies Werksverkauf, Friedenstraße 26, 12107 Berlin

Berlin Geheimtipps #8
Inseln im Tegeler See

Der Weißensee im Osten Berlins und der Wannsee im Westen der Stadt sind für viele Berliner eine zentrale Anlaufstelle für Badespaß im Sommer oder schöne Spaziergänge an sonnigen Herbsttagen.Der Tegler See in Reinickendorf ist zwar der zweitgrößte See Berlins, scheint jedoch häufig im Schatten seiner bekannten Seegeschwister zu stehen. Das allerdings vollkommen zu Unrecht, da es im Tegler See jede Menge Spannendes zu entdecken gibt!

Wusstest du zum Beispiel, dass es im Tegler See gleich 7 Inseln gibt? Die größte von ihnen –Scharfenberg – beherbergt seit 1922 ein staatliches Ganztagsgymnasium mit einer Schulfarm, die auch schon als Kulisse für die ZDF-Serie „Unser Lehrer Doktorspricht“ diente.

Definitiv einen Besuch wert ist auch die idyllische Insel Valentinswerder, wo sich zahlreiche Wochenendhäuser, Strebergärten und traumhaft schöne Natur finden lassen. Gerade mal 3 Euro kostet die Fahrt von Tegel nach Valentinswerder mit der Fähre, die noch bis zum 03.11.2018 täglich fährt. Perfekt geeignet für alle, die einen Tag Urlaubsfeeling im Norden der Hauptstadt erleben wollen!

Anfahrt: Ab Tegel Ort. Nähere Informationen zu den Fährenzeiten findest du hier.

Welche Berlin Geheimtipps kannst du uns verraten?

Das waren sie also , unsere aufregenden 8 Secret Places – wir hoffen, dass du dir ein wenig Inspiration abholen konntest. Sei es nun für den nächsten Herbstsonntag, bei dem du nicht so Recht weißt, was du unternehmen sollst. Oder aber für deinen Städtetrip nach Berlin, der bald ansteht. Falls dein Ziel für den kommenden Städtetrips noch nicht feststeht, dann haben wir hier eine Liste mit den schönsten Städten Europas für dich.

Bist du auch immer top informiert über die coolsten Ecken Berlins und der Meinung, dass wir einen tollen Hotspot vergessen haben? Dann schreib uns gerne in den Kommentaren, welchen Ort unsere Leser in der Hauptstadt unbedingt auch auschecken sollten!

Berlin Geheimtipps - 8 Spots, die man gesehen haben muss
Unsere 8 Berlin Geheimtipps auf einem Blick
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Engländerin und Wannabe-Deutsche - denn wie könnte man sich nicht in ein Land verlieben, in dem Worte wie “Kummerspeck” hinter jeder Ecke lauern? Ich liebe es, zu reisen und die Kuriositäten verschiedener Länder zu entdecken - und der beste Weg sich an diese zu erinnern, ist natürlich per Postkarte!

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